Vier Situationen, und was sich daran geändert hat.

Hier stehen vier Situationen, in denen wir etwas verändert haben. Zwei stammen aus einem Betrieb, den wir nicht benennen dürfen; zwei sind aus unserem eigenen Haus, und die zeigen wir dir. Zu jedem Fall steht auch, wo die Grenze liegt. Ersparnisse in Stunden oder Prozent stehen nicht dabei: Wir haben keine gemessen, die wir belegen könnten.

Für dich, wenn du wissen willst, wie so ein Projekt anfängt und woran es hängen bleibt: Betriebe bis rund 100 Mitarbeitende, fünf bis fünfundzwanzig Leute im Büro, ohne IT-Abteilung.

Woran du merkst, dass du das brauchst

  • Arbeit kommt bei euch auf mehreren Wegen herein, und jeder Weg hat seine eigene Ablage.
  • Auf den Angeboten steht viel über Möglichkeiten und wenig über gelieferte Arbeit.
  • Du willst wissen, was ein Anbieter nicht gelöst hat, nicht nur, was er verspricht.
  • Niemand bei euch kann aus dem Stand sagen, wie viele Anfragen offen sind.
  • Etwas wird zweimal erfasst: einmal draußen und einmal drinnen.
  • Ihr habt etwas bauen lassen, und seither schaut niemand nach, ob es richtig arbeitet.

Was passierte, und was danach anders war

Jeder Fall folgt derselben Reihenfolge: Ausgangslage, das eigentliche Problem dahinter, was gebaut wurde, was danach anders ist, wo die Grenze liegt.

Anfragen kamen von überall, und niemand kannte den Gesamtstand

Ein Betrieb im Gesundheitswesen. Anfragen kamen per Telefon, per Fax, auf Papier, über das Formular und per Mail. Jeder Weg hatte seine eigene Ablage. Nur die Frage, was insgesamt offen ist, hatte keine Adresse.

Genannt wird am Anfang oft etwas anderes: zu viel Papier. Papier ist nur der sichtbarste Weg. Das eigentliche Problem ist, dass Zuständigkeit an Personen hängt und nicht an Vorgängen.

Gebaut wurde ein Eingang, in dem alles ankommt. Aus jeder Anfrage wird ein Vorgang mit Status und zuständigem Menschen, egal wie sie hereingekommen ist. Auch Anrufe landen dort statt auf einem Notizzettel; die Telefon-Assistentin ist zugekauft, unsere Arbeit ist die Anbindung an den Vorgang. Fax ist in solchen Betrieben kein Relikt, auch darüber kommt Arbeit herein.

Aus unserem Haus Hinter so einem Eingang steckt kein großes Programm, sondern viele kleine Handgriffe, die vorher jemand von Hand gemacht hat.

Danach hat die Frage eine Adresse: Was ist offen, seit wann, wer hat es. Wie so ein Eingang entsteht, steht auf Systeme.

Wo die Grenze liegt: Nicht jeder Weg, der technisch machbar ist, geht auch in Betrieb. Über einen zusätzlichen Eingang entscheidet nicht die Technik, sondern die rechtliche Prüfung, und bis die durch ist, zählen wir ihn nicht mit.

Was draußen aufgenommen wurde, tippte drinnen noch einmal jemand ein

Derselbe Betrieb. Belege und Formulare kommen als Scan, als Foto, als Fax. Bis dahin wurde jedes Blatt gelesen und in eine Maske übertragen: wer, wann, welche Nummer, worum es geht. Danach existierte jede Angabe zweimal, auf dem Blatt und in der Maske.

Das eigentliche Problem war nicht die Tipparbeit, sondern die doppelte Fassung. Solange dieselbe Angabe an zwei Stellen steht, muss jemand entscheiden, welche von beiden gilt.

Gebaut wurde eine Strecke, die das Blatt liest und die Felder vorausfüllt: auch bei Handschrift, bei Stempeln, bei schiefen Scans. Zu jedem Feld weiß die Software, wie sicher sie sich ist. Was unsicher ist, wird vorgelegt. Wie das abläuft, steht auf Dokumente auslesen.

Danach ist der vorausgefüllte Vorgang der Anfang der Arbeit und nicht ihr Ergebnis. Wer prüft, sieht Blatt und Felder nebeneinander.

Wo die Grenze liegt: Eine Trefferquote nennen wir nicht. Wir haben keine gemessen, die wir dir belegen könnten. Verlesen kann sich die Software trotzdem, vor allem bei Handschrift und bei mehrfach kopierten Faxen. Genau dafür gibt es die Sicherheitsangabe zu jedem Feld, und deshalb fällt die Prüfung durch einen Menschen nicht weg.

Unsere eigene Werkstatt läuft nachts weiter

Aus unserem eigenen Haus. Unsere Entwicklungsstrecke arbeitet rund um die Uhr und nimmt sich neue Arbeit, sobald welche da ist. Aufgaben werden analysiert, umgesetzt und gegengeprüft. Das ist bequem, und darin liegt die Gefahr: Eine Maschine, die nachts durchläuft, meldet sich, wenn sie stehen bleibt, und nicht, wenn sie leise schlechter wird.

Das eigentliche Problem ist nicht die Nacht, sondern die stille Verschlechterung. Ein Ausfall fällt jedem auf. Ein Ergebnis, das ein wenig schlechter ist als gestern, nicht.

Gebaut haben wir deshalb nicht nur die Strecke, sondern das, was auf sie aufpasst: laufende Kontrollen, eine Bremse, die den ganzen Lauf anhält, und Stellen, an denen ohne die Freigabe eines Menschen nichts weitergeht.

Was das wert ist, zeigte sich, als die Ergebnisse einmal auffällig oft unsicher ausfielen: Es fiel auf, die Ursache wurde gefunden und behoben, und alle Dokumente aus dem betroffenen Zeitraum wurden erneut eingelesen, vollzählig und protokolliert. Was sonst bei uns läuft, steht in der Werkstatt.

Wo die Grenze liegt: Eine Maschine, die nachts arbeitet, braucht eine Bremse, die ein Mensch erreichen kann. Wer dir die Bremse nicht zeigen kann, hat keine.

Unser eigener Text stand im Skript und war unsichtbar

Aus unserem eigenen Haus, und der unangenehmste der vier Fälle. Auf unserer meistbesuchten Seite standen die entscheidenden Sätze nicht im ausgelieferten HTML, sondern als Datenfelder in einem Skript, das sie erst im Browser einsetzte. Für einen Menschen sah die Seite vollständig aus. Deshalb fiel es niemandem auf.

Das eigentliche Problem war nicht die Technik, sondern dass wir an derselben Stelle zweimal blind waren. Blind nach außen: 506 Wörter ausgeliefertes HTML, der Rest unsichtbar, und die KI-Programme, die solche Seiten lesen, werteten nur das aus, was im HTML stand. Sie kamen häufiger als das Programm der großen Suchmaschine, 184 zu 82 Abrufe in vierzehn Tagen. Blind nach innen: Als wir unsere eigenen Aussagen auf Belegbarkeit prüften, sah diese Prüfung die Sätze auch nicht. Ein Teil der beanstandeten Sätze blieb deshalb im ersten Anlauf stehen.

Geändert wurde die Reihenfolge, nicht das Aussehen: Der Text steht jetzt im HTML, das Skript liest ihn von dort. Seit Anfang September sind es 1.158 Wörter auf derselben Seite. Damit ist das Ausgelieferte zugleich das Prüfbare: Ein Satz, den niemand mehr belegen kann, fällt beim nächsten Durchgang auf. Für Kunden-Websites arbeiten wir mit anderen Werkzeugen als für unsere eigenen Systeme. Was das für dich heißt, steht auf Websites.

Wo die Grenze liegt: Das behebt Sichtbarkeit und sonst nichts. Ob jemand anruft, entscheidet nicht das HTML.

Was die vier Fälle gemeinsam haben

Drei Dinge wiederholen sich. Das zuerst genannte Problem war in keinem Fall das eigentliche: genannt wurden Papier, Tipparbeit, Nachtbetrieb und Sichtbarkeit, dahinter lagen Zuständigkeit, doppelte Daten, stille Verschlechterung und eine Prüfung, die am falschen Ort suchte. Gebaut wurde jeweils das kleinste Stück, das für sich schon nutzbar ist, und weitergebaut, während es lief. Und an den Stellen, an denen etwas hinausgeht, haben wir einen Freigabepunkt eingebaut. Eine Statistik sind sie nicht: Vier Fälle sind vier Fälle, und zwei davon sind aus dem eigenen Haus. Das belegt, dass wir betreiben, was wir bauen, ein Kundenurteil ist es nicht.

Wofür wir nicht die Richtigen sind

  • Du willst eine Referenzliste mit Namen und Logos. Die bekommst du hier nicht. Ohne schriftliche Freigabe nennen wir keinen Kunden.
  • Du willst eine belegte Ersparnis in Stunden oder Prozent. Wir haben keine gemessen, die wir dir belegen könnten.
  • Du suchst eine Lösung von der Stange. Wenn Standardsoftware euren Ablauf abbildet, ist sie schneller und billiger.
  • Bei euch soll nach der Übergabe niemand mehr nachsehen. Die vier Fälle zeigen, dass das Nachhalten die eigentliche Arbeit ist.

Häufige Fragen

Warum steht bei diesen Fällen kein Kundenname?

Kundennamen nennen wir ohne schriftliche Freigabe nicht, und ein Name beweist ohnehin nichts. Deshalb steht bei den beiden fremden Fällen die Situation ausführlich da und der Betrieb gar nicht. Die zwei Fälle aus unserem Haus kannst du im Erstgespräch anfassen.

Warum steht bei jedem Fall, was nicht gelöst wurde?

Was ein System nicht löst, hilft dir bei einer Entscheidung mehr als das, was es kann. Was es kann, erzählt dir jeder. Wo es aufhört, erfährst du sonst erst nach dem Kauf. Hier steht es im selben Abschnitt wie das Ergebnis.

Warum nennt ihr keine Zeitersparnis?

Eine Zeitersparnis nennen wir nicht, weil wir keine gemessen haben, die wir dir belegen könnten. Betriebszahlen unserer Kunden gehören außerdem nicht uns. Eine geschätzte Zahl, die du nicht nachprüfen kannst, ist für dich wertlos.

Kann ich mir einen dieser Fälle ansehen?

Die beiden Fälle aus unserem eigenen Haus kannst du dir ansehen. Wir zeigen dir die Entwicklungsstrecke im laufenden Betrieb, samt Freigabepunkten und Not-Halt, und du kannst nachsehen, was diese Website an eine Maschine ausliefert. Beim Dokumentenfall zeigen wir dir, wie die Prüfmaske aussieht und wie eine Sicherheitsangabe je Feld gemeint ist. Ein Ergebnis für dein eigenes Blatt versprechen wir dir vorher nicht.

Passt einer dieser Fälle auf unseren Betrieb?

Ob einer dieser Fälle auf euren Betrieb passt, klärt sich in einer halben Stunde, an eurem Ablauf und nicht an dieser Seite. Wenn keiner passt, sagen wir das. Wenn Standardsoftware euer Problem günstiger löst, sagen wir das auch.

Erstgespräch

Eine halbe Stunde. Wir sehen uns an, wo bei euch Arbeit versickert, zeigen dir die beiden Fälle aus unserem Haus im Betrieb und sagen ehrlich, ob sich ein eigenes System lohnt. Weiteres auf Kontakt.

mail@kreativfabrik.gmbh

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